Große Klette (Arctium Lappa)

• Ursprung: Ein Hauptverbreitungsgebiet ist Europa, Hier kommt die Art fast in allen Ländern vor und ist nur in Großbritannien und Irland ein Neophyt.
• Verbreitung: In Nordamerika und in Australien ist die Große Klette ein Neophyt. Angepflanzt wird oder wurde die Art in Nordamerika, auf Hawaii, Neuseeland, Japan.
• Wirkstoffe: Inulin (in der Wurzel), Schleimstoffe, Arctiin, ätherische Öle.
• Bedeutung für den Menschen: Haarpflege: Das aus der Wurzel gewonnene Klettenwurzelöl wird traditionell gegen Haarausfall und Schuppen eingesetzt. - Küche: Die dicke Pfahlwurzel ist im ersten Jahr essbar (in Japan als Gemüse Gobo kultiviert).

Große Klette
Große Klette (Arctium Lappa)

• Verwendung als Heilpflanze: Die Große Klette (lateinisch Bardana) wurde als Volksarzneipflanze verwendet, die Wurzeln werden zur Droge „Radix Bardanae“ verarbeitet. Klettenwurzelöl findet in der Kosmetik Anwendung. Ein wasserlösliches Polysaccharid, ein sogenanntes Fructan, der Großen Klette zeigt in vitro und in vivo hohe antioxidative Wirkungen und könnte in der Herstellung von Pharmazeutika oder Nahrungsmitteln in Zukunft eine Rolle spielen. Für Arctigenin, ein Aglykon von Arctiin und typisches Lignan von Arctium lappa, konnten antivirale und antitumorale Wirkungen beobachtet werden. Arctigenin zeigt phytoöstrogene Eigenschaften und vermochte im Versuch, die Apoptose von östrogenrezeptornegativen Brustkrebszellen zu forcieren. Unter den volkstümlichen Verwendungen der Klettenwurzel als Heilpflanze finden sich Hauterkrankungen, Leberleiden, Haarausfall und rheumatische Erkrankungen.

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