Knolliger-Kälberkropf (Chaerophyllum bulbosum)
• Ursprung: Mittel- und Osteuropa, Westsibirien.
• Verbreitung: Der Knollige Kälberkropf ist ein eurasisch-kontinentales Florenelement. Chaerophyllum bulbosum kommt in Mitteleuropa beispielsweise in Deutschland zerstreut vor. Er ist in Deutschland insbesondere in den Stromtälern verbreitet, fehlt aber zum Beispiel in den Alpen und dem Alpenvorland.
• Namen: Kerbelrübe, Knollenkerbel, Rübenkerbel, Knolliger Kerbel, Rüben-Kälberkropf oder Erdkastanie.
• Wirkstoffe: Ende des 20. Jahrhunderts bekam er bei der Suche und Neubewertung von neuen und alten Gemüsearten wieder Bedeutung. Er wurde dann wegen seines hohen Stärkegehalts und des guten Aromas züchterisch bearbeitet.
• Nahrungspflanze: Knolliger Kälberkropf ist eher ein seltenes Feinschmeckergemüse. Erst einige Monate nach Einzug der Blätter Ende Herbst entwickelt die Wurzel des Knolligen Kälberkropfs richtig Aroma. So ist der Geschmack der Wurzel von Dezember bis März am besten. Der Geschmack des Knolligen Kälberkropfs kommt dem von Esskastanien am nächsten. Wurzeln, die gefroren waren, haben ein Aroma, das an Haselnuss erinnert. Die Wurzeln sind süßlich.
Knolliger-Kälberkropf (Chaerophyllum bulbosum)
• Als Nahrungsmittel: Erst spät wurde er 1846 in Frankreich eingeführt. Prescott soll etwa 1850 die sibirische Form (C. prescottii) aus St. Petersburg aus einem Botanischen Garten nach Bern gebracht und für den Anbau verbreitet haben. Etwa zu dieser Zeit war der Knollige Kälberkropf schon über ganz Europa verbreitet. 1862 wurde sie, nachdem bei Kartoffeln wieder sehr stark Kraut- und Knollenfäule ausgebrochen war, in Frankreich gar als möglichen Ersatz für die Kartoffel angesehen.
• Als Kulturpflanze? Der Anbau ähnelt sehr dem der Pastinake oder Möhre. Als guter Standort gelten leichtere Böden um die Ernte zu erleichtern und Standorte, die nicht frisch mit Stallmist gedüngt wurden. Die Kulturdauer beträgt 9 bis 10 Monate. Die Kultur kann einjährig oder zweijährig angelegt werden. Aussaat erfolgt direkt ohne Jungpflanzenanzucht nach Saatguternte im September bis November. Die Pflanzung ist nicht üblich weil es die Kultur unwirtschaftlich macht.
• Das Gute: die Wurzel oder Knolle sowie die Blätter können vom Menschen verzehrt werden. Auch hier gilt Augen auf, da Verwechselungsgefahr.





