Kleines Springkraut (Impatiens parviflora)

• Ursprung: Sibirien, Zentralasien, Westasien, China, Mongolei
• Verbreitung: Das Kleine Springkraut ist in Mitteleuropa und anderen Gebieten Europas mit gemäßigtem Klima sowie lokal in Kanada (Prinz-Edward-Insel) und in den östlichen USA ein Neubürger (Neophyt).
• Namen: Kleines Balsaminnenkraut, Sibirisches Springkraut
• Wirkstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Fettsäuren in den Samen. Pflanzenteile enthalten einen chemisch noch nicht genau erforschten, aber als giftig geltenden, Übelkeit mit Schwindel sowie Erbrechen und Durchfall auslösenden Bitterstoff sowie verschiedene Gerbstoffe.
• Ökologie: Gilt als etablierter Neophyt, der schattige Waldböden besiedelt, dort aber meist keine massiven ökologischen Schäden anrichtet. Ausgedehnte Bestände gibt es vor allem an Standorten, die für andere Arten keine guten Lebensbedingungen bieten, etwa weil sie zu dunkel sind, zu hohe Laubstreuauflagen haben usw. Insofern ist die Art an manchen ihrer Standorte ein Beispiel für die Nutzung von sonst ungenutzt bleibenden Ressourcen.

Kleines Springkraut & Drüsiges Springkraut
Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

• Ursprung: Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt auf dem indischen Subkontinent.
• Verbreitung: Die Verbreitung dieser Pflanzenart reicht heute vom indischen Subkontinent und vom Himalaya über Europa bis Nordamerika. Die ursprünglich aus dem Himalaya stammende Art wurde 1839 aus Kaschmir erstmals nach England importiert und gelangte von dort als Zierpflanze auf den europäischen Kontinent. Das Drüsige Springkraut steht seit 2017 auf der „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“ (EU-Formulierung).
• Namen: Indisches Springkraut, Rotes Springkraut, Riesen-Springkraut, Bauernorchidee. Die Pflanze besitzt einen Verbreitungsmechanismus, bei dem die reifen Samenkapseln unter anderem durch mechanischen Reiz aufspringen und die Samen weit herausgeschleudert werden. Daher stammt auch der Gattungsname Springkraut. Die vielen Drüsen geben der Art das Epitheton glandulifera = drüsig.
• Wirkstoffe: Alpha-Parinarsäure (in den Samen), Gerbstoffe, Schleimstoffe, Naphtoquinone.
• Bedeutung für den Menschen: Alle Arten der Springkrautpflanzen sind in frischem Zustand leicht giftig. In der Volksmedizin hat diese Pflanze keinen besonderen Stellenwert.
• Imkerei: sehr geschätzte, späte Bienenweide (blüht bis zum Frost) mit extrem hoher Nektarproduktion.
• Ökologie: wird intensiv bekämpft, da es heimische Uferpflanzen aggressiv verdrängt und im Winter durch das Absterben der Wurzeln die Erosion von Flussufern fördert.

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