Orientalisches Zackenschötchen (Bunias orientalis)
• Ursprung: Kaukasusregion, Osteuropa.
• Verbreitung: Aggressiver Neophyt in ganz Mitteleuropa; besiedelt Äcker, Wiesen und Straßenränder. Das Orientalische Zackenschötchen produziert eine hohe Zahl von Samen, die mit Hilfe von Erdtransporten, Mähwerkzeugen, Tierfutter und Tieren auch über größere Distanzen verteilt werden.
• Namen: Türkischer Rauke, Warzenblatt
• Wirkstoffe: Senfölglykoside (typisch für Kreuzblütler), Proteine. Senföle bzw. Senfölglykoside sind immer nur in frischen Pflanzenteilen bzw. Samen enthalten. Mit dem Trocknen wandeln sich die Senfölglykoside in Isothiocyanate um und verlieren ihre spezifischen Eigenschaften. Größere Vorkommen finden sich auch in Nutzgemüse wie Brokkoli, Kohlrabi, Rettich, Meerettich, oder Radieschen.
Orientalisches Zackenschötchen (Bunias orientalis)
• Wissenswertes: Die orientalische Zackenschote ist aufgrund ihrer Wuchsform und der gelben Blüte leicht mit Raps und Johanniskraut, jedoch auch mit dem Jakobskreuzkraut zu verwechseln.
• Bekämpfung der Ausbreitung: Auf Flächen, die bereits einen hohen Anteil an orientalischen Zackenschoten aufweisen, wird eine mechanische Bekämpfung durch eine mindestens zwei Mahdgänge pro Jahr empfohlen. Der optimale Zeitpunkt für die erste Mahd in den betroffenen Bereichen liegt zwischen Anfang und Mitte Juni, da zu diesem Zeitpunkt die Blüte und die Samenbildung noch nicht eingesetzt haben. Auf diese Weise kann die Samenproduktion verhindert werden. Im Falle einer erneuten Blütenbildung ist eine erneute Mahd erforderlich.





