Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia)

• Ursprung: Europa bis Westsibirien.
• Verbreitung: : In lichten Laub- und Kiefernwäldern, auf Trockenwaldrändern; bevorzugt kalkhaltige Böden.
• Namen: Wald-Glockenblume, Pfirsichblatt-Glockenblume
• Wirkstoffe: Inulin, Flavonoide, geringe Mengen an Gerbstoffen.
• Als Heilpflanze: Die auf den Kapverden endemische Campanula jacobaea (portugiesisch contra bruxas-azul ‚Blau gegen Hexen‘) wird in der Volksmedizin gegen Halsentzündung eingesetzt. Sie ist auf der Rückseite der kapverdischen 5-Escudo-Münze abgebildet.
• Gartenbau: Eine der ältesten und beliebtesten heimischen Wildstauden für den Ziergarten.
• Kulinarisch: Blüten und junge Blätter sind essbar (milder Salat).
• Besonderes: Ihren Namen verdankt sie den schmalen, ledrigen Blättern, die optisch stark an die Blätter des Pfirsichbaums erinnern. Die Blütenknospen "ploppen" hörbar, wenn man sie zusammendrückt.

Pfirsichblättrige Glockenblume
Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia)

• Bedeutung für die Natur: Die Wildform Pfirsichblättrige Glockenblume ist eine gute Bienenweide und wird von 33 wilden Bienen besucht; darunter auch zwölf spezialisierte Arten wie Osmia mitis (Osmia mitis), Kahle Schuppensandbiene (Andrena paucisquama) und Rote Schuppensandbiene (Andrena rufizona), welche auf den Pollen für ihre Brut angewiesen ist. 15 Schmetterlinge nutzen die Blätter als Raupenfutter.
• Verbreitung: Die Gattung Campanula selbst ist fast weltweit verbreitet. Campanula-Arten gedeihen hauptsächlich von arktischen bis in gemäßigte Gebiete der Nordhalbkugel. Am häufigsten kommen Campanula-Arten vom Mittelmeerraum bis zum Kaukasusraum vor. In europäischen Hochgebirgen (Alpen, Kaukasus) kommen besonders viele Arten vor, die nur dort zu finden sind. Campanula ist weiterhin die Gattung mit den meisten kleinräumig verbreiteten Arten in Europa. In China kommen über 22 Arten vor, 12 davon nur dort.

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