Hecken-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)

• Ursprung: Europa, Nordafrika, Westasien.
• Verbreitung: Häufig an Hecken, Waldrändern, Zäunen; liebt nährstoffreiche, halbschattige Plätze.
• Namen: Taumel-Kälberkropf, Taumelkerbel
• Wirkstoffe: Flüchtiges Alkaloid Chaerophyllin (noch unzureichend erforscht), Polyine.
• Gefahrenpflanze: Gilt als giftig für Mensch und Vieh. Vergiftungen führen zu Taumel, Lähmungen und Magen-Darm-Beschwerden.
• Verwechselungsgefahr: Sieht dem Wiesen-Kerbel und dem giftigen Schierling ähnlich. Ein sicheres Merkmal sind die unter den Knoten (Nodien) stark verdickten und rot gefleckten Stängel.

Hecken-Kälberkropf
Hecken-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)

• Wirkung auf Tier und Mensch: Tiere, die den Kälberkropf fressen, erleiden Lähmungen – sie taumeln. Die Giftwirkung ist wahrscheinlich auf den Gehalt am Polyin Falcarinol zurückzuführen. Vermutungen in der älteren Literatur über ein noch nicht isoliertes Alkaloid (Chaerophyllin) ließen sich nicht bestätigen. Für Menschen ist der Taumel-Kälberkropf aufgrund des geringen Toxingehalts nur schwach giftig. Frühere Berichte über starke bis tödliche Vergiftungen sind vermutlich auf Verwechslungen mit dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) zurückzuführen.
• Besonderes: Diese Pflanze wächst in schattenliebenden Unkrautfluren und Gebüschen und bietet Insekten wie Bienen und Schmetterlinge Nahrung durch Blütennektar.

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