Giersch (Aegopodium podagraria)
• Ursprung: Teile Europas, Kaukasus, Vorderasien, Asien
• Verbreitung: Der Giersch ist in fast ganz Europa und den gemäßigt-kontinentalen Gebieten des eurasischen Laubwaldgürtels verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst den größten Teil Europas, die Türkei, den Kaukasusraum, Kasachstan, Kirgisistan, Korea, Kamtschatka und Sibirien. In Europa fehlt er ursprünglich in Portugal, Sardinien, Sizilien, Norwegen, Island und Moldau. In Island, Teilen Nordamerikas, Japan und Neuseeland ist er ein Neophyt.
• Namen: Geißfuß, Podagrakraut, Zipperleinskraut, Dreiblatt, Ziegenkraut, Schettele, Zaungiersch, Baumtropf.
• Wirkstoffe: Polyacetylene (Polyine): Falcarindiol ätherisches Öl u. a. α-Pinen, β-Pinen, Limonen, γ-Terpinen, und die Sesquiterpene Germacren D und E-α-bergamoten. Hydroxyzimtsäuren, Cumarine, Flavonoide, Carotinoide
• Als Heilmittel: Der Giersch hat entzündungshemmende, antirheumatische, wundheilende, antimikrobielle, harntreibende, blutreinigende, stoffwechselanregende, verdauungsfördernde, antikanzerogene, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften.
• Besonderes: Beim Sammeln des Gierschs ist eine Verwechslung mit ungenießbaren und giftigen Doldenblütlern wie Hundspetersilie, Wasserschierling, Geflecktem Schierling oder Breitblättrigem Merk zu vermeiden.
Pfeilkresse (Lepidium draba / Cardaria draba)
• Ursprung: Als ursprüngliche Heimat der Pfeilkresse werden das Mittelmeergebiet, das südliche Osteuropa, Vorderasien und Zentralasien angesehen.
• Verbreitung: Von dort aus ist die Pfeilkresse als invasiver Neophyt nach Mittel- und Westeuropa sowie nach Nordamerika (Kanada, USA, Mexiko), Südamerika (Argentinien, Chile), Süd-Asien (Nord-Indien, Saudi-Arabien), Südafrika, Australien und Neuseeland verschleppt worden. Die Pfeilkresse wächst an Wegrändern, auf Bahndämmen, in Hafenanlagen und auf Schutthalden, aber auch auf lehmigen Äckern und in Weinbergen. Sie bevorzugt sommerwarmes und niederschlagsarmes Klima und nährstoff- und basenreiche, meist humusarme Böden. Als Wurzelkriechpionier und Rohbodensiedler wird die Pflanze gelegentlich zur Befestigung von neuangelegten Böschungsbereichen gesät.
• Namen: Pfeilkresse, Herzkresse, Türkische Kresse.
• Wirkstoffe: Die Samen enthalten die Senfölglycoside Glucoraphanin, Glucoerucin, Glucosinalbin und außerdem Sinapin.
• Als Heilpflanze: Als Heilpflanze ist die Pfeilkresse nicht gerade berühmt, aber ähnlich wie der Senf hat sie scharf-würzige Samen, die man als Gewürz, zur Anregung der Verdauung und als Senfpflaster nutzen kann.





