Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)

• Ursprung: Ursprünglich beheimatet in den wärmeren, trockenen Regionen des europäischen Kontinents.
• Verbreitung: Bevorzugt kalkhaltige, magere und trockene Böden. Man findet sie häufig auf Magerrasen, Schafweiden, an sonnigen Wegrändern, Bahndämmen und in Dünen.
• Namen: Zypressenkraut, Hexenmilch, Hundsmilch, Krötenkraut, Warzenkraut, Milchwolf.
• Wirkstoffe: Weißer Milchsaft: enthält hochgiftige Diterpenester (Ingenol- und Phorbolester). Kautschuk & Harze: machen den Saft zähflüssig und klebrig. Flavonole (besonders Quercetin), Flavonoide & Aminosäuren in den krautigen Teilen.
• Gefahrenpflanze: Alle Pflanzenteile sind für Mensch und Vieh stark giftig. Der Saft führt auf der Haut zu schweren Verätzungen, Blasenbildung und Entzündungen. Bei Augenkontakt droht im schlimmsten Fall Erblindung.
• Geschichte: Im deutschen Mittelalter war die Euphorbia cyparissias als Esula cyparissima seu cupressina, Lactiaria und Lactuca caprina als Abführ- und Brechmittel bekannt.

Zypressen-Wolfsmilch
Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)

• Weitere Verwendung als Heilpflanze: Der Aufguß mit Wein oder Essig wurde gegen Wassersucht genommen und der Milchsaft zum Wegbeizen der Warzen benutzt. Die toxische Milch wirkt gegen Zecken (Zeckenbiss), Milben und andere Hautparasiten. Sie greift viele Bakterien an, treibt den Harn, reizt die Haut und wirkt als Abführ- und Brechmittel.
• Besonderes: Die Zypressenwolfsmilch, die wie alle anderen Wolfsmilcharten zu unseren giftigen Unkräutern zählt, wird von dem Vieh auf der Weide nicht gefressen, hingegen im Heu, wo sie in größerer Menge beigemischt, Durchfall, Blutharnen und öfters sogar den Tod herbeiführen kann. Die einzigen Tiere, die die Giftpflanze als Nahrungsquelle aufsuchen, sind die farbenprächtigen Raupen des Wolfsmilch-Schwärmers. Eine ganze Reihe von Euphorbiaarten ist seit dem Altertum bis in die Neuzeit als Köder zum Betäuben der Fische benützt worden. Und: wer mit Wolfsmilch als Zierpflanze oder im Garten umgeht, sollte immer Handschuhe anziehen. Kultivierte Euphorbia-Arten enthalten dabei weniger der ätzenden Stoffe als Wildpflanzen.

Pflanzen Gallerie

... Magniole
... Knospe
... Glanzmispel
... Kuhschelle
... Mahonia repens
... Kleines Immergrün

Mehr Pflanzen am Wegesrand